Was ist passiert? - Ein Trick als Gradmesser
Bradley Saunders hat mit seinem neuesten Video-Part ordentlich Aufmerksamkeit erregt - und das schon in den ersten drei Sekunden. Der britische Skater zeigt eine Lewisham-Line, die mit einem Backside Smith Grind beginnt, der laut Free Skate Mag "der beste seit langem" ist. Dabei geht es nicht nur um den Trick selbst, sondern um das, was er über einen Skater aussagt.
Der Backside Smith Grind gilt als einer der ehrlichsten Tricks im Skateboarding - ein Move, bei dem man nicht einfach so tun kann, als wäre man gut, wenn man es nicht ist. Saunders zeigt genau diese Authentizität: die Form stimmt, er sitzt lange genug auf dem Grind und die Art, wie er rauskommt, zeigt echte Kontrolle.
Die Details - Warum der Backside Smith so verräterisch ist
Jeder, der schon mal versucht hat, seine Trucks auf eine Ledge oder Rail zu legen, weiß: Ein sauberer Backside Smith ist verdammt schwer. Das Problem liegt darin, das Board richtig in die Grinding-Position zu bringen und dabei zu sorgen, dass es tatsächlich länger als nur einen Sekundenbruchteil die Kante berührt.
Bei Saunders stimmt alles: Die Form ist on point, die Dauer des Grinds zeigt echte Kontrolle, und der Ausstieg - fast wie ein Scooping - demonstriert die nötige Finesse. Besonders die "Autorität beim Stomp", also wie selbstverständlich er den Trick landet, macht den Unterschied aus.
Mehr als nur ein Trick
Free Skate Mag macht einen wichtigen Punkt: Manchmal kann man schon beim Pushen down the street oder beim simplen Curb-Snap erkennen, ob jemand das gewisse Etwas hat. Aber der Backside Smith ist wie ein Lackmustest für Style und generelles Level auf dem Board. Er verrät sofort, ob jemand wirklich skaten kann oder nur so tut.
Einordnung - Bradley Saunders wird ernst genommen
Was bei diesem Video-Teil besonders auffällt: Saunders wird offensichtlich immer ernster mit seinem Skateboarding. Der "magic touch", den er schon länger zeigt, wird jetzt gezielt eingesetzt. Das ist ein Entwicklung, die in der Szene nicht unbemerkt bleibt.
Für die internationale Skate-Community ist das ein starkes Statement. Während viele Parts heute mit technischen Hammers oder Instagram-tauglichen Clips punkten wollen, setzt Saunders auf Grundlagen - und macht dabei alles richtig. Ein Backside Smith kann nicht durch Filter oder Kamerawinkel aufgehübscht werden. Entweder er sitzt oder er sitzt nicht.
British Skateboarding im Aufwind
Saunders steht exemplarisch für eine Generation britischer Skater, die sich nicht nur auf das Londoner Zentrum konzentriert, sondern auch Spots wie Lewisham zum Leben erweckt. Diese Authentizität - echte Street-Spots, ehrliche Tricks - macht den Unterschied zu überproduzierten Content aus.
Praxis-Tipps - Was man von Saunders lernen kann
Wer seinen eigenen Backside Smith verbessern will, sollte sich Saunders' Herangehensweise genau ansehen. Drei Punkte sind besonders wichtig:
- Form before Speed: Lieber langsamer und sauber als schnell und schlampig. Die richtige Körperhaltung und Board-Position sind entscheidend.
- Dauer matters: Ein echter Grind bedeutet, dass das Board tatsächlich Zeit auf der Kante verbringt. Kurzes Antippen zählt nicht.
- Der Ausstieg: Wie man aus dem Grind rauskommt, zeigt das wahre Können. Sauberes "Scooping" statt hektisches Wegspringen.
Für Filmer und Fotografen ist Saunders' Part auch eine Lehrstunde: Manchmal braucht es keine fancy Kameraarbeit. Ein gut gefilmter, sauberer Trick in einer authentischen Umgebung kann mehr Impact haben als überproduzierte Clips.
Ausblick - Authentizität als neuer Standard?
Saunders' Ansatz könnte einen Trend verstärken, der sich schon länger abzeichnet: zurück zu den Grundlagen, weg von der Content-Überflutung. In einer Zeit, wo jeder zweite Instagram-Clip mit Zeitlupe und Musik unterlegt wird, wirkt ehrliches Street-Skating wie eine Befreiung.
Für die nächste Generation von Skatern könnte das bedeuten: Weniger Fokus auf Likes und Views, mehr Konzentration auf das, was Skateboarding ausmacht. Tricks wie der Backside Smith werden wieder zum Maßstab - nicht weil sie spektakulär aussehen, sondern weil sie zeigen, wer wirklich skaten kann.
Ob Saunders mit diesem Ansatz auch international durchstartet, wird sich zeigen. Fakt ist: Mit solchen Parts macht er sich einen Namen in einer Szene, die echtes Können zu schätzen weiß. Und das ist mehr wert als jeder Viral-Hit.